Forschungsprojekt

„Modellierung auditiven Textverstehens“

 

Mit Entwicklung und Verabschiedung der nationalen Bildungsstandards im Fach Deutsch wurde der Bereich auditiver Rezeptionsformen allgemein als „Zuhören“ zusammen mit dem „Sprechen“ als gemeinsamer Komptenezbereich der Mündlichkeit eingeführt (vgl. Bremerich-Vos, Granzer & Köller 2008). Dabei wird das Zuhören zwar als Voraussetzung und Ziel von Lernen und Kompetenzerwerb eingefordert, eine systematische Schulung, die u.a. auf die kompetente Vorbereitung und Bewältigung variabler Zuhörsituationen zielt, findet jedoch nicht statt. Dies betrifft insbesondere die Bedeutsamkeit der auditiven Textrezeption im Rahmen des Aufbaus literarischen Lernens. Für diesen Bereich liegen bislang nur wenig ausgearbeitete theoretische Modelle und kaum entsprechende empirische Befunde vor (vgl. Behrens, 2010, 31; Imhof, 2010, 15). Das Forschungsprojekt zielt daher auf die Modellierung eines eigenen Kompetenzmodells, das die Teildimensionen des auditiven Textverstehens ausdifferen-ziert und sie hinsichtlich der spezifischen Eigenschaften unterschiedlicher Textsorten sowie der jeweils anzuwendenden Strategien erweitert.